Franz Radziwill – Die bunten Felder 2019-07-17T10:03:12+00:00

Franz Radziwill

Franz Radziwill (* 1895 in Strohausen; † 1983 in Wilhelmshaven) war ein deutscher Künstler des Magischen Realismus. Seine künstlerischen Anfänge sind geprägt vom Einfluss impressionistischer Künstler wie Vincent van Gogh und Marc Chagall. Ebenso Kontakte zu Worpsweder Malern wie Otto Modersohn und Künstlern der Brücke, darunter Karl Schmidt-Rottluff, hinterlassen Eindrücke in Radziwills Frühwerk. Im Jahre 1920 wird er in die Freie Sezession in Berlin aufgenommen und ein Jahr später nimmt er an Gemeinschaftsausstellungen in Berlin, Hamburg und New York teil.
Obwohl Radziwill zu den bedeutenden Vertretern der Neuen Sachlichkeit zählt, findet zunehmend eine andere Sphäre Eingang in sein Werk. Es entstehen Bildwelten, in denen das Fantastische ein Teil des Realistischen ist. Die Mehrschichtigkeit der Realität erscheint häufig in Form klaffender Risse im Himmel, hinter welchen sich manchmal ein Himmelsgestirn, manchmal bloße Leere offenbart. Es ist eine Sprache voller Chiffren, mit eigenen Symboliken, welche mit wiederkehrenden, häufig der Lebenswelt des Künstlers entspringenden Motiven arbeiten. Parallel zu Radziwills Erfahrungen von Zerstörung im Zuge zweier Weltkriege, nehmen religiöse, bzw. christliche Elemente in seinen Werken zu. Es ist die Suche nach einer liegenden Wahrheit, nun auf eine weitere Ebene gehoben, die den Künstler seine gesamte Lebens- und Schaffenszeit hindurch beschäftigt.