Rudolf Mauke 2019-02-01T11:25:18+00:00

Project Description

Rudolf Mauke

Rudolf Mauke (* 1924 in Magdeburg; † 1998 in Wolfsburg) studiert von 1949 bis 1955 an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin und wird dort Meisterschüler von Karl Schmidt-Rottluff, Paul Strecker und Hans Uhlmann. Die 1950er und 1960er Jahre bilden die Hochphase im Œuvre des Künstlers. Die Aufbruchstimmung, das Streben nach einem Neuanfang, Aspekte, die das damalige Kunstgeschehen beherrschten, prägen seine Arbeiten aus dieser Zeit. Mit der Moderne als Anknüpfpunkt für die Kunst der Nachkriegszeit und dem Wunsch, jenes durch den Nationalsozialismus Unterdrückte und Zerstörte wiederaufzubauen, spiegelt sich darin der Zeitgeist wieder. Mit der Teilnahme an der Ausstellung Peintures et sculptures non figuratives en Allemagne aujourd’hui (1955) im Cercle Volney in Paris erfährt nicht nur die junge deutsche Kunstszene der Nachkriegszeit internationale Wertschätzung, auch Mauke etabliert sich so über den deutschen Raum hinaus als wichtiger Vertreter abstrakter Kunst der 50er Jahre. Als Mitbegründer der Wolfsburger Künstlergruppe Schloßstraße 8 war er zudem für die Entwicklung der Wolfsburger Kunstszene von prägender Bedeutung.

Mauke schafft zunächst eine Reduktion aufs Äußerste. Es wird so jegliche Tiefe aus dem Bildraum genommen, vielmehr wird die Flächigkeit, die Eindimensionalität der Leinwand betont. Die in den 1960ern entstanden Arbeiten entfernen sich leicht vom radikal Abstrakten der vorherigen, zeigen eine wieder zunehmende, malerische Tendenz. Es kündigt sich darin bereits an, dass der Künstler in seinen späteren Arbeiten reliefartige, tiefenorientiertere Strukturen aufnehmen wird.

 

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